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Customer Experience Management

Was versteht man unter Customer Experience Management?

Die Customer Experience (CX) ist die Summe aller Erfahrungen, die ein Kunde mit einem Unternehmen oder einer Marke macht. Sie umfasst die subjektive Bewertung der Erlebnisse des Kunden an den verschiedenen Kontaktpunkten (Customer Touchpoints) während einer Kundenreise  (Customer Journey).

Customer Experience Management bezeichnet eine kundenzentrierte Ausrichtung von Prozessen und Interaktionen entlang der Customer Journey.

CEM beschäftigt sich mit der Analyse sowie Optimierung von Berührungspunkten (Touchpoints) zwischen Kunden und Unternehmen. Ziel ist es, ein positives Kundenerlebnis zu schaffen und eine Steigerung der Kundenzufriedenheit sowie Kundenbindung zu erzeugen.

Die Kunden in den Mittelpunkt zu stellen – das ist der Grundgedanke von Customer Experience Management. Dabei geht es darum, Kunden nicht nur zufriedenzustellen, sondern sie zu begeistern und langfristig emotional an die eigene Marke zu binden.

Entsprechend handelt es sich bei CEM weniger um eine reine Marketing- oder Servicedisziplin, sondern vielmehr um eine ganzheitliche Ausrichtung aller Unternehmensaktivitäten auf die Bedürfnisse der Kunden.

 

Customer Experience Management (CEM) ist die strategische Disziplin, mit der Unternehmen alle Erlebnisse ihrer Kunden aktiv gestalten – vom ersten Kontakt bis zur langfristigen Bindung.

Der Begriff geht weit über klassischen Kundenservice hinaus. CEM beschreibt einen ganzheitlichen Managementansatz, bei dem alle Abteilungen – von Marketing über Vertrieb bis hin zu IT und Service – auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden: das Kundenerlebnis konsequent und messbar zu verbessern.

Was unterscheidet CEM von klassischem CRM? Während CRM Daten und Transaktionen verwaltet, stellt CEM die subjektive Wahrnehmung des Kunden in den Mittelpunkt. Es geht um Emotionen, Erwartungen und die Frage: Wie erlebt ein Kunde mein Unternehmen wirklich?

Auf dieser Seite finden Sie alles, was Sie brauchen, um Customer Experience Management in Ihrem Unternehmen einzuführen, zu messen und weiterzuentwickeln – praxisnah und mit konkreten Beispielen aus dem DACH-Raum.

Themenübersicht

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Customer Experience und Customer Service?

Customer Service ist ein Teilbereich der Customer Experience. Customer Service umfasst konkrete Serviceleistungen wie Beratung, Problemlösung oder Support. Customer Experience geht deutlich weiter: Sie umfasst die gesamte Wahrnehmung eines Unternehmens über alle Kontaktpunkte hinweg – von der Informationssuche über den Kauf bis zur Betreuung nach dem Abschluss. Der Kundenservice ist damit ein zentraler, aber nicht der einzige Bestandteil einer guten Customer Experience.

Welche Touchpoints beeinflussen die Customer Experience besonders stark?

Besonders stark wirken alle Touchpoints, an denen Kundinnen und Kunden Orientierung, Hilfe oder eine Lösung erwarten. Dazu gehören zum Beispiel die Website, Self-Service-Angebote, E-Mail-Kommunikation, Chat, Telefon, Messaging-Kanäle, Reklamationsprozesse, Onboarding-Strecken und die Betreuung nach einem Kauf. Kritisch sind vor allem Übergänge zwischen Kanälen, lange Wartezeiten, unklare Zuständigkeiten und widersprüchliche Informationen. Genau dort entscheidet sich oft, wie ein Unternehmen tatsächlich erlebt wird.

Welche KPIs zeigen, ob sich die Customer Experience verbessert?

Ob sich die Customer Experience verbessert, zeigt sich nicht an einer einzelnen Kennzahl, sondern an einer sinnvollen Kombination aus Wahrnehmungs-, Qualitäts- und Leistungswerten. Häufig relevant sind zum Beispiel CSAT, NPS, Customer Effort Score, Lösungsquote beim Erstkontakt, Bearbeitungszeit, Wiederkontaktquote, Beschwerdequote und Kündigungs- oder Abwanderungsraten. Wichtig ist, Kennzahlen nicht isoliert zu betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit Kundenerwartung, Prozessqualität und Serviceergebnis.

Wie lässt sich Customer Experience im Service messbar verbessern?

Customer Experience im Service lässt sich messbar verbessern, wenn Unternehmen gezielt an den Kontaktpunkten mit dem größten Einfluss ansetzen. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, ein konsistentes Kanalerlebnis, bessere Wissensbereitstellung, schnellere Lösungswege und eine verständliche Kommunikation. Entscheidend ist, Veränderungen nicht nur einzuführen, sondern ihre Wirkung regelmäßig mit passenden KPIs, Kundenfeedback und qualitativen Erkenntnissen aus echten Servicefällen zu überprüfen.

Welche Fehler machen Unternehmen beim CX-Management besonders häufig?

Ein häufiger Fehler ist, Customer Experience nur als Thema für Befragungen oder einzelne Optimierungsprojekte zu behandeln. Ebenso problematisch ist es, Prozesse aus interner Sicht zu gestalten, statt aus Sicht der Kundinnen und Kunden. Weitere typische Fehler sind isolierte Kanalsteuerung, unklare Zuständigkeiten, widersprüchliche Informationen, fehlende Verknüpfung von Feedback und Maßnahmen sowie eine zu starke Fokussierung auf Effizienzkennzahlen ohne Blick auf das tatsächliche Kundenerlebnis.

Welche Rolle spielt die Customer Journey im Kundenservice? Die Customer Journey hilft dabei zu verstehen, wie Kundinnen und Kunden ein Unternehmen über verschiedene Kontaktpunkte hinweg tatsächlich erleben. Im Kundenservice macht sie sichtbar, an welchen Stellen Erwartungen entstehen, wo Reibung entsteht und welche Momente besonders prägend sind. Sie ist damit eine wichtige Grundlage, um Serviceprozesse kundenorientiert zu gestalten, Prioritäten richtig zu setzen und Verbesserungen dort umzusetzen, wo sie den größten Einfluss auf die Customer Experience haben.

CEM in der Praxis: Typische Herausforderungen

Die Umsetzung von Customer Experience Management scheitert in vielen Unternehmen nicht am fehlenden Willen, sondern an konkreten organisatorischen und strukturellen Hindernissen. Das zeigen uns regelmäßig unsere Events, Studien und Community-Gespräche im DACH-Raum.

Silodenken verhindert echte Kundenzentriertheit.
Wenn Marketing, Vertrieb und Service in getrennten Welten arbeiten, erlebt der Kunde Inkonsistenz – unabhängig davon, wie gut jeder einzelne Bereich für sich funktioniert.

Zu viele Daten, zu wenige Erkenntnisse.
Viele Unternehmen messen NPS, CSAT und Dutzende weitere Kennzahlen – aber leiten daraus keine klaren Maßnahmen ab. Entscheidend ist nicht die Menge der Daten, sondern die Fähigkeit, sie in konkrete Verbesserungen zu übersetzen.

CX wird als Projekt behandelt, nicht als Managementaufgabe.
Einmalige Initiativen bringen kurzfristige Verbesserungen. Nachhaltige CX-Exzellenz entsteht nur, wenn sie als kontinuierlicher Prozess mit klaren Verantwortlichkeiten und regelmäßiger Überprüfung etabliert wird.

Technologie wird überschätzt, Kultur unterschätzt.
Neue CX-Software löst keine strukturellen Probleme. Unternehmen, die zuerst in Kultur, Kompetenz und Prozesse investieren, erzielen mit Technologie deutlich bessere Ergebnisse als solche, die den umgekehrten Weg gehen.

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